
Königstein/Sächs. Schweiz, 19. Februar 2026 (tpr) – Erst mittelalterliche Königsburg, dann kurfürstliches Jagdschloss, Quartier des sächsischen Hofes sowie Staatsgefängnis und schließlich Ausstellungs- und Verwaltungsgebäude: Die Georgenburg auf der Festung Königstein blickt auf eine faszinierende Nutzungsgeschichte zurück. Besonders die Umbauten und Erweiterungen in Renaissance und Barock haben deutliche Spuren hinterlassen – auch dort, wo man sie kaum vermutet: im Dachstuhl. Am Sonntag öffnet die Festung im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Foto-Fun-Aktion“ nicht nur diesen jahrhundertealten Gebäudeteil, sondern auch die Dachbereiche von Streichwehr und Torhaus. Die Räume waren bisher nur selten zugänglich.
Der Dachstuhl der Georgenburg in seiner heutigen Form wurde im Jahr 1812 errichtet, nachdem ein Brand den Vorgänger zerstört hatte. Zuletzt saniert wurde das Gebälk in den 1990er Jahren. Genutzt wurden die Speicher zumeist als Trockenlager für Lebensmittel und Korn. Ladeluken im Dach lassen dies noch heute erkennen. Besuchern bieten sich Einblicke in die Zimmermannsarbeit von einst sowie eine neue Perspektive: der Ausblick von einem der höchsten Fenster der Bergfestung.
Zwischen 11 und 15 Uhr beginnen alle 45 Minuten halbstündige Führungen durch die Dachräume. Gästeführer begleiten Gruppen von bis zu 15 Personen und geben Einblicke in Aufbau, Konstruktion und Funktion des Bauwerks.
Mit der Reihe „Foto-Fun-Aktion“ macht die Festung Königstein regelmäßig sonst verschlossene Bereiche abseits des regulären Besucherverkehrs zugänglich. Fotografieren ist dabei ausdrücklich erwünscht. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt für Interessierte ist am Eingang zur Dauerausstellung „In lapide regis“. Voraussetzung für die Teilnahme sind festes Schuhwerk und Trittsicherheit. Die Besichtigung ist im regulären Festungseintrittspreis enthalten. Die Festung ist von 9 bis 17 Uhr geöffnet.