Trotz knapper Mittel: Dresdens Museen blicken auf ein starkes Jahr zurück und haben große Pläne für 2026

Dana -
Stadtmuseum Dresden / Foto: David Brandt
Stadtmuseum Dresden / Foto: David Brandt

Die Museen der Stadt Dresden durften im vergangenen Jahr 196.203 Besucherinnen und Besucher begrüßen.

„Die Museen der Stadt Dresden sind das kulturelle Gedächtnis unserer Stadt, sie schaffen Begegnung, Austausch und bieten Orientierung. Trotz knapper Kassen und unvermeidlicher Haushaltskonsolidierung ist es wichtig, die Museen für ihre Arbeit in Sammlung, Forschung und Vermittlung finanziell auskömmlich auszustatten sowie durch Sonderausstellungen und Sanierungen attraktiv zu halten“, so Annekatrin Klepsch, Bürgermeisterin für Kultur, Wissenschaft, Tourismus.

Die Museen blicken auf ein bewegtes Jahr 2025

Dr. Gisbert Porstmann, Direktor des Museumsverbundes fasst ein bewegtes Jahr wie folgt zusammen: „Trotz nach wie vor gravierender Budgetkürzungen ist es unseren einzelnen Häusern gelungen, mit ansprechenden Ausstellungen und einem vielfältigen Rahmenprogramm aus Führungen, Konzerten, Lesungen, Vorträgen, Schulangeboten, Familienprogrammen und Seniorenveranstaltungen den Kontakt zum Publikum zu halten und die Dresdnerinnen und Dresdner für die kulturellen Angebote zu begeistern.“

Im Kügelgenhaus haben 8.600 Menschen die Sonderausstellung zu Hans Christian Andersen sowie die erstklassigen Konzerte und Vorträge besucht. Während der Sanierung des Carl-Maria-von-Weber-Museums sind die für Hosterwitz geplanten Konzerte im Salon auf der Hauptstraße zu Gast und können weiterhin stattfinden.
Das Leonhardi-Museum hat 2025 seine Besuchszahlen mehr als verdoppelt und über 10.000 Besuche verzeichnet. Besonders die Sonderausstellungen zu Stefan Plenkers und Roger Melis haben überregional für Aufmerksamkeit gesorgt.
In den Technischen Sammlungen erfreuen sich das Erlebnisland Mathematik sowie die Science Center Ausstellung „Wellenreiter“ unverändert großer Beliebtheit. Bereichert werden sie durch den mittlerweile etablierten Escape-Room „Katze Q“ des Exzellenzclusters ctd.qmat der TU Dresden, der 2025 allein 10.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene ermuntert hat, sich durch die verrückte Welt der Quantenphysik zu rätseln. Die große Rolle, die das Familienmuseum für den Stadtteil spielt, wurde im September deutlich, als 4000 Besucherinnen und Besucher zum „Turmfest“ kamen, das wieder vom Stadtbezirksbeirat Blasewitz gefördert wurde. Auch bei anderen Projekten im Museumsverbund spielten und spielen Kooperationen und Förderungen eine essentielle Rolle.

Ausblick für 2026

Für 2026 planen die Museen der Stadt Dresden zahlreiche Ausstellungen und Projekte. Drei Höhepunkte sind hervorzuheben: Neben der lang erwarteten Sonderausstellung „Platte Ost/West“ liegt der Schwerpunkt im Stadtmuseum in diesem Jahr auf Ausstellungen und Veranstaltungen im Rahmen des TACHELES-Jahres zur jüdischen Kultur in Sachsen. Auch eine Kinoreihe in den Technischen Sammlungen sowie Ausstellungen im Kügelgenhaus und Kraszewski-Museum reihen sich in das Themenjahr ein. Die Städtische Galerie stellt mit Otto Altenkirch einen spätimpressionistischen Landschaftsmaler vor, der zu Unrecht im Schatten seiner Malerkollegen Gotthardt Kuehl und Robert Sterl stand. Unter Zeitgenossen galt er als der „sächsische Liebermann“. Die Technischen Sammlungen ehren den Dresdner Filmemacher und Sammler Ernst Hirsch zum 90. Geburtstag mit einer Sonderausstellung zu seinem Lebenswerk, in der auch bisher nicht gezeigte Aufnahmen zu sehen sein werden.

Quelle: Museen der Stadt Dresden