
Zwischen 1939 und 1945 wurden KZ-Häftlinge, Kriegsgefangene und sogenannte Ostarbeiter aus mindestens 13 Ländern im Industriekomplex Böhlen-Espenhain zur Arbeit gezwungen, um Treibstoffe für den deutschen Angriffs- und Vernichtungskrieg zu produzieren. Die Menschen arbeiteten im Braunkohlen- und Benzinwerk der Aktiengesellschaft Sächsische Werke (ASW) und der Braunkohlen-Benzin AG (Brabag). Zwischen 321 und 448 Personen überlebten die Arbeits- und Lebensbedingungen sowie die Kriegshandlungen nicht. Heute erinnert wenig an ihr Schicksal.
Gemeinsam mit der Stiftung EVZ enthüllt eine Initiative aus GERÄUSCHKULISSE e.V. und TELESKOP – Studio for Aural Arts ein Gedenkzeichen am Bahnhof Böhlen, an dem die Zwangsarbeiter*innen ankamen. Sie sind herzlich eingeladen, an der Gedenkveranstaltung teilzunehmen.