Polizeipräsidium, Bioladen, Maschinenhalle: Am Samstag, den 18. April, verwandeln sich 15 Orte in und um die RABRYKA (Werk I) in ungewöhnliche Lesebühnen. Im Alltag oft unzugänglich, werden sie an diesem Abend Gastgeber von Lesungen, die von 17 bis 22 Uhr parallel stattfinden. Menschen aus Görlitz und Region, Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Handel, Öffentlichem Dienst, Kunst und Kultur lesen Texte über Schlesien und die Lausitz vor. Das Publikum beginnt seinen literarischen Spaziergang am beliebigen Ort und flaniert nach Lust und Laune von einem Vorlesevergnügen zum anderen.
Arbeit im Wandel der Zeit
Zentrum des Geschehens ist in diesem Jahr das Jugendkulturzentrum RABRYKA. Die weiteren Vorleseorte liegen in seiner (post)industriell geprägten Umgebung, wo Fortschritt und Unternehmergeist des 19. Jahrhunderts immer noch spür- und sichtbar sind. Passend dazu werden Texte zu Gehör gebracht, die unterschiedliche Facetten der Arbeitswelt beleuchten und dabei auch regionaltypische Berufe der Vergangenheit und der Gegenwart zum Thema haben. Wir begegnen Glasmachern, Bergleuten, Winzern, Webern, Spinnern, Tuchfabrikanten, Wissenschaftlern, lernen aber auch Professionen in der Kunstbranche, Kriminalpolizei oder im Zirkus kennen. Im Sinne einer gesunden Work-Life-Balance kommt auch eine Welt zur Sprache, in der Arbeit keine (wichtige) Rolle spielt. Von der Gegend zwischen Görlitz und Weißwasser (ent)führen die vorgetragenen Texte das Publikum über Niederschlesien bis nach Oberschlesien und Tschechisch-Schlesien und überzeugen davon, dass die Literatur der schönste Weg ist, sich einer Region zu nähern und ihren Geist zu erspüren.
Schlesisches Nachtlesen (18. April, 17 bis 22 Uhr) ist eine Veranstaltung des Kulturreferates für Schlesien am Schlesischen Museum zu Görlitz. Tickets (Bändchen mit dem Schriftzug „Schlesisches Nachtlesen“ fürs Handgelenk): 10 Euro im VVK (bis 17.04 im Schlesischen Museum) und 13 Euro am Veranstaltungstag (Schlesisches Museum von 10 bis 17 Uhr und RABRYKA von 14 bis 21 Uhr). Die Veranstatung wird gefördert vom Bundesministerium des Innern.
Alle Informationen gibt es unter https://www.schlesisches-museum.de/kulturreferat/nachtlesen