Dieses Jahr gedenkt die Stadt Dresden des 200. Todestages von Carl Maria von Weber und des 250. Geburtstages von E. T. A. Hoffmann. Beide Künstler wirkten in Dresden – sie kannten und schätzten sich und inspirierten sich in ihrem Schaffen.
In der Elbstadt entstanden unter anderem die Oper „Undine“ von E. T. A. Hoffmann und „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber – beide Werke gelten als die ersten deutschen romantischen Opern überhaupt. Auch das Märchen „Der goldne Topf“ von E. T. A. Hoffmann wurde 1813 in Dresden geschrieben und stellt eines der literarischen Hauptwerke des Universalgenies dar. Dresden war somit eine wichtige Station im Leben beider Künstler – hier entstanden bedeutende Werke ihres Schaffens.
In den Opern beider Künstler und in den Schriften Hoffmanns werden dabei Facetten der sogenannten Schwarzen Romantik offenbar, die das Unheimliche einzufangen versuchte. Sie richtet den Blick auf das Verstörende und Bedrohliche, das sich dem Verstand entzieht. Dazu gehören Tod und Vergänglichkeit, Nacht und Traum, Wahnsinn und Schuld, Dämonen, Geister und Schattenseiten des Ichs – die Grenzen zwischen Realität und Traum verschwimmen. Damit thematisieren sie einen neuen, bis dahin in der Kunst kaum beachteten Aspekt: das Unbewusste und Dunkle. Gerade mit der „Wolfsschluchtszene“ versuchte Weber, das Böse musikalisch einzufangen. Seine Musik wurde zum Wegbereiter der großen Musikdramen Richard Wagners und ebnete den Weg bis zur heutigen Filmmusik.
Hoffmann und Weber verband somit die Suche nach neuen künstlerischen Wegen, die sich auf die folgenden Generationen auswirkten. Auch in den Werken anderer Künstler, die in Dresden wirkten, werden Aspekte der Schwarzen Romantik deutlich. Die Ausstellung richtet den Blick auf diese Facette der Romantik und beleuchtet Dresdens dunkle Seite Anfang des 19. Jahrhunderts.
Öffnungszeiten:
Mi – Fr: 10:00 – 17:00 Uhr
Sa / So / Feiertage: 12:00 – 17:00 Uhr