Reihe: „Jüdisches Leben im deutschen Film nach 1945 – verdrängtes und gelebtes Gedächtnis“
Kooperationsprojekt Museumskino der Technischen Sammlungen Dresden & Clubkino im Lingnerschloss
Die Darstellung jüdischen Lebens und jüdischer Kultur im deutschen Nachkriegsfilm ist eine Geschichte von Abwesenheit und Schuldabwehr, von langsam einsetzender Aufarbeitung und schließlich von vielstimmiger Normalität. Nach 1945 entwickelten sich in Ost- und Westdeutschland deutlich voneinander abweichende filmische Zugänge zum Judentum, die eng mit den jeweiligen politischen Systemen, ideologischen Rahmenbedingungen und Geschichtsnarrativen verknüpft waren. Auf der Suche nach Bildern über jüdisches Leben fokussiert die Filmreihe auf das wichtigste Kulturmedium des 20. Jahrhunderts – den Film. Der retrospektive Ansatz ermöglicht einen emotionalen und zugleich filmkünstlerischen Zugang für ein breites Publikum.
Mittwoch, 01.04.2026 19:30 Uhr
Sterne
Regie: Konrad Wolf, DDR, 1959, 92 min
Darsteller: Sascha Kruscharska, Jürgen Frohriep, Erich S. Klein u. a.
Bulgarien 1943: Der deutsche Wehrmachtssoldat Walter verliebt sich in die Jüdin Ruth, die mit anderen Leidensgenossen auf ihren Abtransport in ein Lager wartet. Wolfs poetischer und zutiefst humanistischer Film, eine deutsch-bulgarische Koproduktion, erzählt von der Unmöglichkeit der Liebe und individueller Menschlichkeit angesichts der bürokratischen Grausamkeit des Holocaust. Ein frühes Plädoyer für Mitgefühl und Zivilcourage.
Eintritt 7 Euro
Bitte reservieren Sie rechtzeitig beim Clubkino im Lingnerschloss unter info@clubkino-dresden.de.
http://www.lingnerschloss.de/veranstaltungen/clubkino-kikili/list.events/-