Stadtmuseum Dresden startet neues digitales Angebot – auf YOUR DRESDEN STORY können persönliche Geschichten und Erinnerungen geteilt werden

Dana -
Foto: Stadtmuseum Dresden / Sophie Arlet
Foto: Stadtmuseum Dresden / Sophie Arlet

Was erzählt ein alter Schlüssel über eine Stadt? Warum hebt jemand ein Konzertticket über Jahre auf? Was hat es mit der zerbeulten Sprühdose eigentlich auf sich? Oft sind es alltägliche Dinge, die Erinnerungen bewahren und Stadtgeschichte(n) sichtbar und erlebbar machen.

Mit der neuen digitalen Plattform YOUR DRESDEN STORY lädt das Stadtmuseum Dresden Menschen dazu ein, genau diese Geschichten aufzuschreiben und zu teilen. Nutzer:innen können Fotos von Gegenständen oder Orten in der Stadt hochladen und die Geschichte(n) dahinter erzählen – ganz persönlich aus ihrer Perspektive auf Dresden.

Die Plattform erweitert das Stadtmuseum Dresden in den digitalen Raum und versteht Stadtgeschichte als gemeinsamen Prozess – vielstimmig und lebendig.

Beiträge können ab sofort eingereicht werden. Nach einer kurzen redaktionellen Prüfung werden sie veröffentlicht und können geteilt werden.

Statements

„Was macht Dresden aus? YOUR DRESDEN STORY ist ein wichtiger Baustein für die Neukonzeption der ständigen Ausstellung zur Stadtgeschichte. In den kommenden Jahren wird dabei insbesondere die Zeit nach 1990 stärker in den Fokus rücken. Das Projekt ermöglicht es, Themen der Stadtgeschichte aus der Perspektive persönlicher Alltagswelten sichtbar zu machen und die Sammlungen sowie Objekte im Kontext aktueller gesellschaftlicher Debatten neu zu betrachten.
Bislang werden Objekte im Museum häufig eher eindimensional vermittelt. Zumeist dominiert die institutionelle Perspektive des Museums, die sich insbesondere in Ausstellungen und Vermittlungsformaten widerspiegelt. Ergänzende Sichtweisen, die ein vertieftes und stärker personalisiertes Verständnis der Objekte sowie ihrer Bedeutungszusammenhänge ermöglichen, wurden bislang nur punktuell oder gar nicht berücksichtigt.
Die Nutzenden der Plattform erhalten daher die Möglichkeit, mit ihren individuellen Zugängen, Objekten und Geschichten die zukünftigen Inhalte der ständigen Ausstellung zur Stadtgeschichte aktiv mitzugestalten.“

― Dr. Christina Ludwig, Direktorin des Stadtmuseums Dresden

„Wer ein Foto aus einem Familienalbum hochlädt oder eine Kindheitserinnerung aufschreibt, macht mehr als einen Klick. Er gibt etwas von sich preis – freiwillig und öffentlich. Das setzt Vertrauen voraus – in die Plattform und in die Institution: Ist meine Geschichte interessant genug? Wird mit meinem Beitrag sorgsam umgegangen? Bekomme ich eine Rückmeldung oder verschwindet mein Beitrag in einer Datenbank?
Diese Fragen haben uns während der Entwicklung beschäftigt. Für unsere Community haben wir die Plattform so einfach wie möglich gehalten: Wir sammeln keine unnötigen Daten. Es gibt keinen Registrierungszwang. Wir haben einen transparenten Freigabeprozess und ändern nichts ohne Rücksprache – wer mitmacht behält die Kontrolle. Und wir achten darauf, dass keine Rechte Dritter verletzt werden oder jemand in einem Beitrag einbezogen wird, der das nicht möchte.“

― Linda Karohl-Kistmacher, Digitalmanagerin der Museen der Stadt Dresden

https://yourstory.stadtmuseum-dresden.de

Quelle: Museen der Stadt Dresden