CANALETTO – Das Dresdner Stadtfest zieht Bilanz: Trotz eines sehr verregneten Samstags feierten insgesamt 400.000 Besucherinnen und Besucher die größte Party der sächsischen Landeshauptstadt. Und als die Kultband SILLY auf die Bühne trat, hatte selbst Petrus ein Einsehen.
Nach Regen folgt Sonnenschein – die Dresdner Stadtfestmacher waren sich dessen ganz sicher, selbst als sich am CANALETTO-Samstag den ganzen Tag dicke Wolken über der sächsischen Landeshauptstadt abregneten. Die Organisatoren sollten recht behalten. „Auch wenn die Natur den Regen bitter nötig hatte, sind wir erleichtert, dass wir heute wieder bei trockenem Wetter Bilanz ziehen können“, sagt Stadtfest-Organisator Frank Schröder. „Und die sieht besser aus, als es der Wetterbericht vermuten ließ: Insgesamt haben rund 400.000 Menschen mit uns gefeiert – die meisten übrigens hervorragend gelaunt und äußerst friedlich, denn es gab keine nennenswerten Vorkommnisse.“
Freitagabend löste auf dem Theaterplatz ein Highlight das nächste ab
Und so blickt das gesamte Veranstaltungsteam am Nachmittag des CANALETTO-Sonntags zufrieden auf die vergangenen zwei Tage zurück. „Es ist ein bisschen wie früher gewesen: Wir sind nach 2016 nun wieder mit unseren Veranstaltungsflächen beidseits der Elbe vertreten. Unsere Gäste haben das gut angenommen – und es gibt noch ein Extra-Dresden-Feeling mit auf den Weg beim Überqueren der Augustusbrücke mit dem wunderschönen Blick auf die Altstadt“, sagt Frank Schröder. Insgesamt wurden 18 Flächen und acht Bühnen bespielt, mehr als 1.000 Künstlerinnen und Künstler sorgten für beste Unterhaltung zwischen Theaterplatz, Kulturpalast und Goldenem Reiter. Ab Freitagabend löste auf der Hauptbühne auf dem Theaterplatz ein Highlight das nächste ab: Am Freitag jubelten Tausende dem britischen Singer-Songwriter Tom Gregory und der Berliner Popgröße MIA zu. Und selbst der Regen des Samstags hielt das erst vor allem junge Publikum nicht davon ab, bei LUNA textsicher mitzusingen. Als SILLY 20.30 Uhr die Bühne betrat, hatte sogar Petrus ein Einsehen und die Dresdnerinnen und Dresdner kannten kein Halten mehr und feierten bis weit über das Bühnenareal hinaus alte und neue Hits der Kultband. „Drei Stunden später sah es beim DJ ESKEI83 genauso aus, der Blick von der Bühne über all die Menschen war beeindruckend – nur war das Publikum ein völlig anderes, da tanzte dann die jüngere Generation“, so Frank Schröder. „Das zeigt uns: CANALETTO ist mit seiner Vielfalt ein Fest für alle, Jung und Alt, Familien, Touristen, Einheimische. Hier kann jeder Spaß haben.“ Dass das Ganze kostenfrei angeboten werden kann, ist vielen Partnern und Sponsoren zu verdanken, so vor allem: SachsenEnergie, Ströer, Coca-Cola, Ostsächsische Sparkasse Dresden, Sächsische Zeitung, Obstkelterei Heide, Radio Dresden, Stadtreinigung Dresden und die Landeshauptstadt Dresden und den beiden Hauptunterstützern: der Radeberger Exportbierbrauerei und der Freiberger Brauhaus GmbH.
Blaulichtmeile, Rummel, Mittelaltermarkt erwarteten die Besucher
Spaß hatten CANALETTO-Besucher nicht nur auf dem Theaterplatz. Besonderer Anziehungspunkt für Familien war zum Beispiel die Blaulichtmeile am Sächsischen Landtag. Die kleinen Gäste konnten dort unter anderem in Mini-Polizeiuniformen schlüpfen, der Feuerwehr Löcher in den Bauch fragen, einen Rettungswagen von innen begutachten und sich in einen Bundeswehrtransporter setzen. Am Sonntagmittag landete dann EC 135 – ein Hubschrauber der Bundespolizei, direkt gegenüber am anderen Elbufer. Zwei Piloten erklärten geduldig, was es so alles mit dem „fliegenden Auge“ auf sich hatte. Ein Stückchen weiter das Königsufer hinauf gab’s derweil ordentliche Adrenalinschübe in rasanten Fahrgeschäften, abends knallige Beats auf dem Partyareal und Ritterkämpfe auf dem Mittelaltermarkt. Wer es lieber etwas entspannter mochte, war etwa auf dem Postplatz an der Bühne und in der DVB-Wohlfühl-Oase gut aufgehoben – oder im Riesenrad „Wheel of Vision“, das am CANALETTO-Sonntag seine letzten Runden drehen wird und dann weiterzieht. Ausgezogen dagegen war das BOULEVARDTHEATER DRESDEN, allerdings nur für CANALETTO und gar nicht weit weg: Mit seinem Programm sorgte es auf dem Neumarkt für höchst ausgelassene Stimmung.
Dresden vom Wasser aus erleben mit der Weißen Flotte
Auch, wer Dresden einmal zu Wasser erleben wollte, konnte sich diesen Wunsch bei CANALETTO erfüllen, denn traditionell feiert die Sächsische Dampfschifffahrt ihr Dampfschiffest am Stadtfestwochenende. So wurden Extra-Rundfahrten auf dem einzigen noch mit Kohle befeuerten Dampfer PD „Diesbar“ angeboten. Auch der älteste Raddampfer der Flotte, PD „Stadt Wehlen“, schipperte mit Besuchern auf der Elbe. „Allerdings war der Samstag schon schwierig für uns“, sagt Victor Straubhaar, Geschäftsführer der Weißen Flotte Sachsen GmbH. „Der Regen hat gestern viele von einer spontanen Fahrt tagsüber abgehalten. Abends waren unsere Schiffe dann zur Parade besser besucht – und der Sonntag versöhnt uns gerade etwas.“
Der Sonntagabend wird mit den Firebirds auf dem Theaterplatz schwungvoll ausklingen – und den Stadtfestmachern sicher gleich noch Energie mitgeben, um bald am nächsten CANALETTO zu planen. „Ab Oktober geht es schon wieder in die Vorbereitungen für das nächste Mal“, so Frank Schröder. „Schließlich wollen wir auch vom 18. bis 20. August 2023 wieder drei großartige CANALETTO-Tage bieten.“
