Berufliche Mobilität zwischen Sachsen und der Schweiz: Was der Arbeitsmarkt zeigt und was ein Wohnortwechsel praktisch bedeutet

Dana -
Bild von kryzoxstv auf Pixabay
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Der Wanderungsaustausch zwischen Deutschland und der Schweiz ist seit Jahren einer der stabilsten in Europa. Die Wanderungsstatistik des Statistischen Bundesamtes belegt, dass die Schweiz von 2019 bis 2023 das am häufigsten gewählte Ziel deutscher Fortzüge war, gefolgt von Österreich und den Vereinigten Staaten. Für die Beschäftigten aus Sachsen ist dieser Trend besonders brisant, weil der Freistaat zugleich unter Abwanderung und Fachkräftemangel leidet.

Sachsen: Rückläufige deutsche Beschäftigung, wachsender Ersatzbedarf

Die Wanderungsverluste der Deutschen seit 1989 summieren sich laut Statistischem Landesamt Sachsen bis 2024 auf etwa 390.000. Die Wanderungsgewinne bei ausländischen Personen (ca. 324.000) konnten diesen Verlust nicht ausgleichen. Auch der Mediendienst Integration berichtet unter Berufung auf die Bundesagentur für Arbeit von etwa 36.000 fehlenden Arbeits- und Fachkräften in Sachsen 2022 und 2023. Betroffen sind vor allem Pflege, Elektroberufe, Kraftfahrzeugführer und Berufe der Sozialen Arbeit.

Wer aus Sachsen in Richtung Schweiz orientiert ist, braucht in dieser Phase klare Struktur, sowohl bei der Jobsuche als auch bei der Organisation des Wohnortwechsels. Eine passende Umzugsfirma mit Erfahrung bei grenzüberschreitenden Transporten hilft, die Anforderungen der Schweizer Zolldeklaration (Formular 18.44 für Übersiedlungsgut) korrekt umzusetzen und Fristen einzuhalten.

Schweizer Arbeitsmarkt 2025: Entspannung, aber selektiv

Der Fachkräftemangel-Index 2025 der Adecco Group Schweiz und des Stellenmarkt-Monitors der Universität Zürich liegt etwa 22 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Zahl offener Stellen sank um 8 Prozent, die Zahl der Stellensuchenden stieg um 17 Prozent. Die Arbeitslosenquote erhöht sich von 2,3 auf 2,8 Prozent. Damit nähert sich der Index dem Niveau vor der Corona-Pandemie an.

Der Mangel bleibt in klar definierten Segmenten bestehen. Nach Angaben von SRF betrifft dies vor allem Gesundheitsberufe, Bauführung und ingenieurtechnische Fachkräfte. Die Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz nennt in ihrer Analyse zum Fachkräftemangel-Index Ärztinnen, Elektroinstallateure sowie Telekommunikations- und Rundfunktechniker als am stärksten gesuchte Gruppen. Die durchschnittliche Ausschreibungsdauer liegt in diesen Berufen bei rund drei Monaten, deutlich über dem Mittelwert aller Berufe.

Für sächsische Fachkräfte aus dem Handwerk, dem Gesundheitswesen oder dem Maschinenbau bleibt der Schweizer Arbeitsmarkt damit ein realistisches Ziel, allerdings mit engeren Spielräumen als 2022 oder 2023.

Was ein Wohnortwechsel praktisch bedeutet

Deutsche stellen die grösste jährliche Netto-Zuwanderungsgruppe in der Schweiz. Nach Daten des Staatssekretariats für Migration betrug der Netto-Zuzug 2025 rund 12.400 Personen. Ein Wohnortwechsel bringt formale Schritte mit sich, die in einer definierten Reihenfolge ablaufen sollten:

  1. Arbeitsvertrag oder Aufenthaltsbewilligung (B, G oder L) klären.
  2. Anmeldung bei der Wohngemeinde innerhalb von 14 Tagen nach Einreise.
  3. Umzugsgutliste in zweifacher Ausfertigung für die Zollabfertigung vorbereiten.
  4. Krankenversicherung innerhalb von drei Monaten abschliessen (Versicherungspflicht nach KVG).
  5. Ummeldung von Fahrzeugen innerhalb eines Jahres.

Bei der Auswahl eines Umzugsunternehmens ist es wichtig, bestimmte überprüfbare Kriterien zu beachten. Dazu gehören beispielsweise die Mitgliedschaft im Schweizerischen Verband der Möbeltransportfirmen (ASTAG Fachgruppe SVMT), der Nachweis einer Transportversicherung mit angemessener Deckungssumme sowie schriftliche Festpreisangebote anstelle einer Abrechnung nach Stunden. Auch die Angabe einer Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.) bei internationalen Transporten deutet auf eine professionelle Durchführung hin.

Wenn jemand einen Umzug plant, sollte er die drei entscheidenden Aspekte klar voneinander abgrenzen: die eigene Qualifikation, die aktuelle Nachfrage im Zielkanton und die Logistik des Umzugs. Diese drei Faktoren können, sofern die benötigten Daten vorhanden sind, gut eingeplant werden.