Am vergangenen Samstagabend wurden die Gewinner:innen des 38. Filmfest Dresden aus dem Nationalen, Internationalen und Mitteldeutschen Wettbewerb bekannt gegeben. Insgesamt wurden bei der feierlichen Preisverleihung im Filmtheater Schauburg 10 Goldene Reiter und sieben Sonderpreise im Wert von 72.500 Euro vergeben. Die acht Jurys sowie das Publikum wählten ihre Favoriten aus 65 Kurzfilmen in den drei Wettbewerben.
Der mit 20.000 Euro dotierte Sächsische Filmförderpreis, gestiftet vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus, ging an den Animationsfilm GAÏA von Gwenola Heck (Deutschland, 2025) aus dem Nationalen Wettbewerb.
Mit dem Goldenen Reiter für den besten Kurzfilm wurden BLEIFREI 95 von Emma Hütt und Tina Muffler (Deutschland/Österreich, 2025) im Nationalen Wettbewerb sowie WATER SPORTS von Whammy Alcazaren (Philippinen, 2024) im Internationalen Wettbewerb ausgezeichnet. Die Goldenen Reiter für den besten Animationsfilm erhielten PROCRASTINATION YOGA von Paulina Martyna Ziolkowska (Weltpremiere, Nationaler Wettbewerb) und PARADAÏZ von Matea Radic (Kanada, 2025) im Internationalen Wettbewerb. PARADAÏZ wurde zudem mit einer Lobenden Erwähnung der Jury für den „voll politisch“ – Kurzfilmpreis für demokratische Kultur gewürdigt.
Im Mitteldeutschen Wettbewerb ging der Goldene Reiter an UNBEMERKT VERSTORBEN von Alina Cyranek (Deutschland, 2026). Der Film feierte seine Weltpremiere beim Filmfest Dresden.
Die beiden Jugendjurys zeichneten QUI PART À LA CHASSE von Lea Favre (Schweiz, Internationaler Wettbewerb) sowie BAD LUCK von Jan Eilhardt (Deutschland, 2025, Nationaler Wettbewerb) aus. Für BAD LUCK erhielt Jan Eilhardt zudem eine Lobende Erwähnung der Jury für den LUCA-Filmpreis für GeschlechterGerechtigkeit.
Auch das Publikum vergab Preise in allen drei Wettbewerben: Im Nationalen Wettbewerb setzte sich BLOB UND DER WOLF von Georg Kästle und Valentin Bolte (Deutschland, 2025) durch, der außerdem mit einer Lobenden Erwähnung der Jugendjury im Nationalen Wettbewerb gewürdigt wurde. Im Internationalen Wettbewerb wurde die französische Produktion S THE WOLF von Sameh Alaa ausgezeichnet. Im Mitteldeutschen Wettbewerb erhielt COLD CALL von Stefanie Schroeder (Deutschland, 2025) die meisten Stimmen.
Im Rahmen der Sonderpreise wurden unter anderem folgende Filme prämiert:
Der „voll politisch“ – Kurzfilmpreis für demokratische Kultur (3.000 Euro), gestiftet vom Sächsischen Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt, ging an ABORTION PARTY von Julia Mellen (Spanien, 2025), der zusätzlich eine Lobende Erwähnung der Jugendjury im Internationalen Wettbewerb erhielt.
Der DEFA-Förderpreis Animation (3.000 Euro) wurde an Mikael Lindskov Jacobsen für CITY IN THE FOX (Deutschland, 2026) verliehen, der in Dresden seine Weltpremiere feierte.
Mit dem LUCA-Filmpreis für GeschlechterGerechtigkeit (2.000 Euro), gestiftet von der LAG Jungen- und Männerarbeit Sachsen, dem Genderkompetenzzentrum Sachsen und der LAG Queeres Netzwerk Sachsen, wurde EL REGALO von Lara Izagirre Garizurieta (Spanien, 2025) ausgezeichnet.
Eine vollständige Übersicht aller 17 Auszeichnungen ist hier verfügbar.
